Montag, 5. September 2011

Die Kunst, das Unsichtbare zu hören.

Das Experiment einer Blinden Pilgerin und eines Geophysikers auf Rügen oder: Die Kunst, das Unsichtbare zu hören.
(Dr. Ralf Marius Bittner und Steffi Olschewski)


Der Ort:
Das ganze findet statt auf dem Friedensberg, einem uralten Kraftort mitten in Sellin. Seit nunmehr 5 Jahren bieten wir hier den Menschen eine Momentaufnahme ihrer Seele an. Während die Teilnehmer eine 1-stündige Wanderung durch diesen Landschaftstempel vollziehen, werden Gefühle und Sinneswahrnehmungen aufgeschrieben. Durch späteres Zuordnen dieser Erlebnisse zu den fest stehenden Energien des Kraftortes kommen Informationen aus dem Unterbewussten ans Tageslicht. Durch das „Aussprechen“ von Empfindungen und Erlebnissen können so die Menschen das „Unsichtbare ihrer Seele“ hören. Im Vordergrund steht die wichtigste Frage nach dem Sinn des Lebens. Weit über 100 Besucher haben bislang diese einmalige Erkenntnis erfahren.Der Bergführer und Leiter dieses Projektes ist Dr. Ralf Marius Bittner, Geo- und Metaphysiker.

Durch eine Fügung lernte er Steffi Olschewski kennen und erfuhr von ihrer tollen Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Steffi, vor 8 Jahren erblindet, ist danach allein mit einem blinden Freund ohne sehende Begleitung den Jakobsweg gegangen. Sofort kam bei Ralf Marius die Idee auf, die Momentaufnahme der Seele auch einmal mit einer blinden Person zu wagen. Steffi willigte sofort ein und so trafen sich beide am Eingang des Friedensberges.

Wir fragten Steffi als erstes nach dem Unterschied zwischen dem Jakobsweg und dem Friedensberg? „Es gibt viele Gründe den Jakobsweg zu gehen. Zum einen geht es darum spirituelle Erfahrungen zu sammeln oder um zu der Einfachheit, der Ursprünglichkeit zurückzukehren und natürlich auch ganz persönliche Gründe. Zum Beispiel die drei Lebensfragen zu stellen: „Quis es?“ (Wer bist Du?) „Ubi es?“ (Wo bist Du?) und „Quo tendis?“ (Wohin richtest Du Dich?). Darüber hinaus geht es darum, Veränderungen (Reorientierung) herbeizuführen, in sich zu gehen, etwas über das eigene „Ich“ zu erfahren oder Dinge zu verarbeiten. Pilgern bedeutet Beten mit den Füßen, in der Fremde unterwegs zu sein und nichts zu besitzen.

Vom Friedensberg war mir bekannt, dass es sich um einen Kraftort handelt. Ich hatte im Gegensatz zum Jakobsweg keine Ahnung wie dieser auf mich wirkt, was dabei herauskommt und ob das bei mir als blinde Person funktioniert“.

Steffis Erlebnis auf dem Berg:
Steffi sollte sich selbstständig nur mit dem Blinden-Stock bewaffnet durch das hügelige Waldstück fortbewegen. Wird sie sich hier zurecht finden können? Wird sie übervorsichtig voranschreiten? Ralf Marius wird sie begleiteten, ihr helfen den Weg zu finden, darauf achten, dass sie nicht die Böschung hinunter fällt und ihre Wahrnehmungen aufschreiben. Und dann kamen zwei Überraschungen: Steffi konnte sich ohne fremde Hilfe durch das Waldstück fortbewegen. „Da kommt ein Baum links – dann einer weiter weg auf der rechten Seite. Oh, jetzt stehe ich vor einer Lichtung“, sagte sie beim Gehen. Völlig perplex staunte Ralf Marius über diese Wahrnehmungen. Wie war das möglich? Steffi sagte ihm dann, sie hat gelernt, das für sie „Unsichtbare zu hören“. So konnte sie z.B. Bäume aus einer Entfernung von 3 bis 5 Metern schon hören. Sie hat nach der Erblindung vor 8 Jahren an einem Spezial-Training für Orientierung und Mobilität teilgenommen. Man nennt dieses Phänomen auch Klick-Sonar oder Akustisches Sehen.

Stellt sich die Frage: „Können das eigentlich alle Menschen lernen, dieses akustische Sehen?“ „Ja, natürlich“, sagte Steffi, „bei Daniel Kish, er ist der Beste“. Doch wie wirkten nun die Kräfte des Friedensberges auf Steffi selbst: „Schon als wir den kleinen Hohlweg, welcher auf die erste Lichtung des Berges führt, betraten, spürte ich, dass dies ein besonderer Ort war. Eine Oase mitten in Sellin. Ich ging – ohne von einer optischen Wahrnehmung abgelenkt oder geführt zu werden - weiter. Es gab Orte auf dem Berg, welche mich magisch anzogen, mir Ruhe und Frieden gaben, dann wieder welche die mir nichts sagten oder Orte/Stellen, die ich als kalt empfand. Ich lies mich einfach treiben. Meine Eindrücke und Empfinden wurden mitgeschrieben und auf Diktiergerät gesprochen. Und was die beiden dann mit Freude feststellten: Auch Steffi wurde durch ihre Seele zu genau den Punkten geführt, mit denen sie jetzt im Leben etwas auszumachen hatte. Weder Wege noch feste Einrichtungen brachten sie von ihrem Wege ab.

Die Auswertung für Steffi:
„Nun war ich gespannt auf die Auswertung, die wir im Anschluss an die Wanderung in der Villa Lottum durchführten. - Sie stimmte! Der Berg hatte mir die Wahrheit gezeigt. Ich wurde ganz gezielt, ohne etwas zu ahnen oder zu wissen, zur Energie meines Egos geführt. Und das sogar mehrmals. Die Interpretation war eindeutig: Ich soll mich jetzt einmal mehr um mich selbst kümmern. Ich kann nicht nur für andere da sein und meine Interessen verwerfen. Diese Erkenntnis spürte ich ganz deutlich. Zum anderen gab mir diese Energie (Ego) auch Sicherheit. Ich kenne genug Menschen, die nach schweren Schicksalsschlägen völlig verunsichert sind und ihre neue Aufgabe nicht annehmen können. Diese Erlebnisse sind natürlich nur kleine Ausschnitte aus dem gesamten Programm“.

Fazit:
So war dies ein Zusammentreffen von 2 Besonderheiten der „übernatürlichen“ Wahrnehmungen: Die Kunst das Unsichtbare zu hören.

Durch dieses Experiment angeregt, fragten sich die beiden, wie wohl ein Sehender mit verbundenen Augen auf diesem Berg reagieren würde, der nicht die vielleicht doch besonderen Fähigkeiten von wirklich blinden Menschen besitzt. Ralf Marius würde sich die Augen verbinden lassen und Steffi würde ihn führen.

Das Experiment der Doppel-Blind-Studie:

Im Vorfelde stand für Ralf Marius eines fest: „Dieses Experiment ist sehr interessant, wird aber bei meiner Person nicht viel bringen, da ich ja den Ort durch hunderte von Führungen in und auswendig kenne. Wenn ich erst einmal auf dem Weg bin, gehe ich zu Odin und das war es“. Odin ist der Punkt der Vollendung und Weisheit auf dem oberen Plateau des Berges. Doch die Wirklichkeit sollte ihn völlig überraschen.

Wir legten die Taucherbrille an und Steffi wickelte vorsichtshalber auch noch einen schwarzen Schal um den Kopf. Jetzt konnte ich wirklich nichts mehr sehen. Auch keinen Lichtschimmer unter den Augen. Sehr gut. Ich griff den Blindenstock und hielt das Diktiergerät in der anderen Hand. Die entscheidende Frage war nun: Leiten mich wirklich auch die Informationen aus dem Unterbewussten?

Steffi begleitete mich, um vor Abhängen oder Hindernissen zu warnen und Ralf Eppinger war unser Kameramann. Sie drehten mich 3 mal herum und auf ging es.

Ich konnte mich zunächst nur an den Geräuschen orientieren. Ich hörte Lärm aus Sellin von der Wilhelmstrasse. Nun wusste mein Verstand, dass der Berg gegenüber lag. Also wendete ich mich um und ging los. Auf einmal ein lautes krachendes Geräusch am Blindenstock links vor mir. Ralf E. schrie auf: “Lass mein Auto heil!“ - „Wie um alles in der Welt kommt dein Auto dahin?“ ich hatte keine Ahnung, in welcher Richtung ich stand. Ich tastete jetzt das Auto mit der Hand ab und lehnte mich mit dem Rücken ans Fahrzeug. Jetzt war eindeutig, dass der Berg auf der gegenüber liegenden Seite lag. Alles lachte. Ich ging los. Und wunderbar. Rechts hatte ich eine kleine Böschung neben dem Weg. Jetzt ging es flott in Richtung Treppe, dachte ich. Nach einem längeren Stück wurde der Untergrund irgendwie weicher. Wieso ist hier Rasen? Und vor allem: Wenn hier Rasen ist, wieso sind hier keine Bäume? Ich kreiste mit dem immerhin 1,32 m langen Blindenstock kreisförmig umher. Kein Baum weit und breit. Das gibt’s doch gar nicht. Hier ist doch alles voller Bäume.
Ich ging weiter. Steffi sagte dann: „Jetzt würde ich nicht unbedingt weiter gehen, es könnte steil werden“. Vorsichtig tastete ich mit den Füßen und es ging stark bergab. Ich dachte, ich wäre in der Mitte des unteren Plateaus; war aber am südwestlichen Ende vor der Böschung. Wieder einmal hatte mich der Lärm unbewusst angezogen – wie ein Magnet. Ein klarer Hinweis von der Seele: Achtung: störende Gedanken. Denn der äußere Lärm ist immer eine Entsprechung für den inneren Lärm unserer Gedanken. Dieses sind Zeichen aus unserem Umfeld. Nach einer kurzen Pause orientierte ich mich dann an den Vögeln und kam wieder zum Zentrum des Berges zurück. Nach längerem umher irren hatte ich dann doch endlich die Treppe erwischt. Oben angekommen wollte ich schnell zu Odin in die Mitte. Wieder machte mir die Seele einen Strich durch die Planung und führte mich zu zwei anderen Punkten, die rechtwinklig zum schmalen Pfad lagen; obwohl ich glaubte, ich würde geradeaus gehen. Dann kam noch Lärm von der Wilhelmstarsse und wieder die Vögel und ich wusste gar nicht mehr, wo ich war.












Man achte bei diesen Bildern einmal auf die unterschiedlichen Stockhaltungen: Sehr vorsichtig und weit nach vorne beim „Neu-Blinden“ und kurz am Körper bei der erfahrenen Person. Das gilt auch im Leben: Wer sich völlig unsicher fühlt, versucht immer weit voraus zu tasten oder zu planen, weil ihm das Vertrauen fehlt. Sind wir dagegen unseres Weges sicher, gilt es nur auf die unmittelbaren Dinge zu achten. Die Weisen nennen dies: Das Leben im Hier und Jetzt.

Zusammenfassend können wir nun berichten:
Es ist erstaunlich, welche Fähigkeiten noch in uns Menschen schlummern, die wir aber überwiegend gar nicht nutzen. Dafür gibt es viele Gründe: Wie wissen gar nicht, dass wir diese Fähigkeiten haben oder wir nehmen uns keine Zeit, diese auszubilden. Doch wo ist die Zeit dazu noch reichlich vorhanden? In der Schulausbildung. Hier wäre ein Kurs im
akustischen Hören eine tolle Möglichkeit, spielerisch ein völlig neues Weltbild zu erhalten. Um wie viel reicher wäre unser Leben dann? Denn mit wachsendem Alter verwickeln wir uns zunehmend und der Weg in die höheren Geistbereiche ist fast nicht ohne einen heftigen „Anstoß“ möglich. Denn das Angebot an Unterhaltung ist ja fast grenzenlos. Interessanter Weise versteckt sich in dem Wort Unterhaltung das „Unten - halten“. Wir werden dadurch auf einer niedrigen Stufe unten gehalten.

Es ist weiterhin erstaunlich, welche enormen Möglichkeiten die Natur uns bietet. Mutter Erde ist immer für ihre Kinder da. Der Kraftort Friedensberg – ein uraltes Germanisches Heiligtum – ist zweifelsfrei in der Lage, den inneren Frieden eines Menschen wieder herzustellen, allein durch die Harmonisierung der „Neigungen“ oder Befindlichkeiten. Die moderne Medizin und Quantenphysik geht längst von einer Felder-Theorie im menschlichen Zellverhalten aus. Man spricht hier von „Morphogenetischen Feldern“. Alles ist Schwingung. Und weil alles schwingt, gibt es auch Resonanzen oder Dissonanzen. Das eine kann gesund machen ,das andere krank. Und gerade die Insel Rügen bietet viele solcher Kraftorte, die zwar die Komplexität des Friedensberg nicht erreichen, wohl aber jeder für seine eigenen Heilfähigkeiten spricht. Uns ist das alles aus den alten Flur-Namen bekannt, wie z.B. Hexenbusch oder Tempelberg. Unser anliegen ist nun, dieses alte und fast verlorene Wissen wieder an die Menschen zu bringen. Im Einklang mit der Natur glücklich leben! Wer will das nicht?

Für Interessierte können Steffi O. und Ralf Marius B. auf ihre beiden Bücher und ihre Webseiten verweisen.
http://www.friedensberg.eu und http://www.facebook.com/pages/Aufgeben-nichtvorgesehen/118822404870490

Die Bücher haben den Titel: „Aufgeben nicht vorgesehen“ und „Das Geheimnis vom Friedensberg“. Dr. Ralf Marius Bittner und Steffi Olschewski

1 Kommentar:

  1. Das Experiment scheint erfolgreich zu wirken. Vielleicht suchen Sie nach einer sicheren Plattform für Investments, dann empfehle Ich online Datenraum

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