Historie


Rügen ist seit der Steinzeit besiedelt, was durch Funde in den Bodden nachgewiesen wird. Auf ganz Rügen findet man viele Steindenkmäler, wie Großsteingräber und Opfersteine, die bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind. Für die Zeit um Christi Geburt zählt man die Bewohner Rügens zum ostgermanischen Stamm der Rugier, die in etwa die Region des späteren Vorpommerns besiedelten und der Insel den Namen gaben. In der Zeit der Völkerwanderung zogen viele Rugier südwärts und gründeten ein Reich in Pannonien.

Ab dem 7. Jahrhundert errichteten die westslawischen Ranen (Rujanen) auf Rügen und der umliegenden Küste ein Reich, welches die Geschichte sowohl des Ostseeraumes als auch des umgebenden Festlandes für die nächsten Jahrhunderte entscheidend mitbestimmte. Die ranische Flotte stellte eine starke militärischen Stellung dar und war sehr gefürchtet von ganz Dänemark.

Die Tempelburg Arkona, dem Gott Svantovit geweiht, war weit über die Grenzen des Ranenreiches bekannt.

Auf Anordnung des Papstes nahm dann die Christianisierung ihren Lauf und die Macht der Naturvölker mit ihren Mythologien wurde scheinbar gebrochen. Zisterzienser und Tempelritter zogen erstmalig in der Weltgeschichte gemeinsam in den Krieg. Betende Ritter und kämpfende Mönche. Nach der Eroberung des Tempels von Salomo in Jerusalem (1199) kamen die sogenannten Tempelritter (auch Templer genannt) zu Ihrer kurzen aber enormen Macht und beherrschten zusammen mit den Zisterziensern ganz Europa bis 1312.

Rügen wurde die Christianisierung 1168 durch den dänischen König Waldemar I. und seinen Heerführer und Berater Bischof Absalon von Roskilde vollzogen. Nach Zerstörung der Tempelburgen wurde der Ranenfürst Jaromar I. Vasall des dänischen Königs. Mit Unterstützung der Zisterzienser und der Dänen wurden Klöster (z. B. Bergen 1193 und Hilda, heute Eldena, 1199) erbaut. Neben der Aufsiedlung des Landes, dem Kloster- und Kirchenbau, wurden auch Städte neu gegründet. 1234 gründet der Rügenfürst Wizlaw I. die Stadt Stralsund und gewährte 1241 Greifswald das Marktrecht. Wie so oft in der Geschichte kamen zuerst die Mönche mit ihrem Wissen und ihrer Baukunst und bildeten so die Grundlage für die Entstehung der Städte. 

Bild rechts: Jaromar I. (Marienkirche in Bergen auf Rügen)

In wieweit auch die Ranenfürsten zu den Templern gehörten, ist bis heute nicht bekannt. Die Zusammenhänge sind jedoch mehr als deutlich. Immer wieder wurde die besondere Stellung Rügens gegenüber wesentlichen größeren Mächten des Umfeldes verteidigt:

1184 versuchten die Pommern als die direkten Nachbarn des nun dänischen Fürstentums Rügen im Auftrag ihres Lehnsherren, des römisch-deutschen Kaisers, Rügen für das Reich zu nehmen. Sie wurden jedoch mit List und Tücke vernichtend geschlagen.

Am 6. Januar 1316 schlossen Ritterschaft und alle Einwohner "des umflossenen Landes" Rügen mit Rat und Bürgerschaft Stralsunds einen Vertrag, des Inhalts: ewiglich bei einander zu stehen in allen Nöten und das alte Recht aufrecht zu erhalten, wie es von Alters her in der Stadt und im Lande Rügen gewesen sei. Unter der Rügenschen Ritterschaft, die sich so zur Rettung der deutschen Nationalität und ihrer alten Rechte verpflichtete, befanden sich viele noch jetzt blühende Geschlechter: die zu Putbus, von Bohlen, von Platen, von Lancken, von Krassow und andere.

Die Dynastie der zu Putbus ist nun das führende Adelshaus, das sich für den Aufbau Rügens einsetzt. Hier besteht seit Urzeiten der Familie eine direkte Verbindung zum Johanniter Orden bis zur heutigen Zeit. Das Wissen, das Vermögen und die Macht der Templer sind in diesem geheimen Männerbund enthalten. Im Jahr 1312 erhielten die Johanniter die Besitztümer des Templerordens vom Papst zugesprochen.

Mit der Gründung des ersten Seebades Rügens, der heutigen Stadt Putbus, wurde der Tourismus der Insel verstärkt. Der damalige Fürst Wilhelm Malte Herr und Fürst zu Putbus konnte nur durch die aufopfernde Vorarbeit seiner Eltern und die einzigartige Unterstützung der Ritterschaft dieses Werk vollbringen. Er und sein Nachfolger wurden dabei durch einflussreiche Freimaurer, Rosenkreuzer und Philantrophen unterstützt:

Karl Friedrich Schinkel, Caspar David Friedrich, oder Friedrich III., Deutscher Kaiser und König von Preußen.



 
In diesem 19. Jahrhundert lebten weitere weltbrühmten Templer und Illuminaten in Preußen und Österreich: Wolfgang Amadeus Mozart (Zauberflöte), Joseph Haydn, der Freimaurer und Illuminat Ignaz von Born, Johann Wolfgang von Goethe (Faust) oder der Graf von Saint Germain (1784 in Eckerförde gestorben).

Und auch heute ist die Selbstständigkeit Rügens durch die Kreisgebietsreform wieder einmal verloren gegangen.
Dennoch bleibt die Insel Rügen mit ihren sagen-haften Natur-Tempeln eine einzigartige Landschaft mit bislang kaum genutzen Potentialen.
Non nobis domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam.
Wer diesen Spruch der Templer nicht nur versteht, sondern auch lebt, wird wahre Freiheit erleben.